Naturheilkunde

Einblicke in die traditionelle Naturheilkunde

Phytotherapie – Die Heilkraft der Pflanzen

Wie Pfarrer Sebastian Kneipp es kurz und trefflich ausdrückt: „Die Natur ist die beste Apotheke.“
Seit Ur-Zeiten sind sich Mensch und Tier bewusst, dass gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen ist. In allen Kulturen dieser Welt ist das Wissen über die Heilkraft der Pflanzen verwurzelt. Es ist fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der indischen Ayurveda-Medizin. In unzähligen Werken von Größen wie Hippokrates von Kos bis Hildegard von Bingen wurden Anwendung und Wirkungsweise der Phytotherapie für die traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN) niedergeschrieben.

In der Pflanzenheilkunde kommen die ganze Pflanze oder einzelne Pflanzenteile in Form von Tees, Tinkturen, Tropfen, Salben, Ölen, Tabletten oder Umschlägen und Bädern zum Einsatz. So kann der enthaltene Wirkstoff in Kombination mit allen Inhaltsstoffen der Pflanze seine volle Heilkraft entfalten.

Ausleitungs­verfahren nach Aschner

Stoffwechselendprodukte und Toxine können den Körper schwächen oder krank machen. Schon vor über 500 Jahren wusste der Arzt und Philosoph Paracelsus „Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe ausleeren. Und wo sie dies nicht selbst fertig bringt, dort mach‘ ein Loch in die Haut und lasse die schädlichen Stoffe heraus.“
Dem Wiener Gynäkologen Bernhard Aschner (1883-1960) ist es heute zu verdanken, dass Ausleitungsverfahren zu einem festen Bestandteil der aktuellen Naturheilkunde geworden sind. Sie basieren auf humoralmedizinischen Konzepten – der sogenannten Säftelehre. Demnach ist die Ausgewogenheit der Säfte Blut, Schleim, gelber und schwarzer Galle verantwortlich für Krankheit und Gesundheit. Sinn und Zweck der Therapien ist es, überschüssige Säfte auszuleiten und deren Gleichgewicht wiederherzustellen.

In Orientierung an den Prinzipien der Humoralmedizin kommen verschiedene Techniken zur Anwendung:

Schröpfbehandlung
Baunscheidtverfahren
Aderlass
Cantharidenpflaster
Blutegeltherapie

Biochemie – Die Schüßler Salze

„In der biochemischen Behandlung werden Störungen in der Molekülbewegung unorganischer Stoffe mittels homogener, d.h. gleichartiger Stoffe direkt ausgeglichen.“ (Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler 1921-1902)
Anders als in der Homöopathie, wo die Heilkräfte durch das „Ähnlichkeitsprinzip“ geweckt werden, ist die Biochemie ein isopathisches Verfahren (= Gleiches mit Gleichem).

Sie beruht auf der Annahme, dass Mineralstoffe den Zellstoffwechsel und somit die Gesundheit des Menschen beeinflussen. Ein Mangel wird als Folge einer Verteilungsstörung bzw. Nichtverwertbarkeit des jeweiligen Mineralsalzes gesehen. Die Inhaltsstoffe der Schüßler-Salze wirken über die Ionen-Kanäle direkt in der Zelle. Sie setzen einen Reiz für den Organismus, das fehlende Mineral besser aufzunehmen. Somit soll es dem Körper selbst gelingen, seinen Gesundheitszustand wieder herzuführen.

Chiropraktik

Verschiebungen in der körperlichen Statik können oft immense Beschwerden verursachen. Sowohl durch einen Unfall, als auch durch Fehlstellungen oder Abnutzungserscheinungen kann das System schnell aus den Fugen geraten. Die Chiropraktik ist darauf ausgerichtet, aus dem Gleichgewicht geratene Gelenke und Segmente wieder in die natürlichen Bewegungsabläufe zu integrieren. Durch gezielte Handgriffe wird eine Mobilisierung erreicht, die zur erheblichen Besserung der Leiden und im besten Falle zur Beschwerdefreiheit führen kann.

Eine gute Wirkung kann durch eine Kombination der manuellen Therapie mit den Aschner’schen Ausleitungsverfahren (Schröpfen, Baunscheidtieren), Injektionen und Wärmebehandlungen erzielt werden.

Akupunktur

Die ältesten Überlieferungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) reichen zurück bis in das dritte vorchristliche Jahrtausend. Erste ausführliche Aufzeichnungen finden sich bereits 200 Jahre vor unserer Zeitrechnung im Huang Di Nei Jing, dem Klassiker des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin.
Die Akupunktur ist eine tragende Säule der TCM. Durch gezieltes Setzten der feinen Nadeln an den Akupunkturpunkten können Blockaden in den Meridianen, die den ganzen Körper überziehen, beseitigt werden. Ziel ist es, das „Chi“ (die Lebenskraft) wieder in den Fluss zu bringen. Auf diese Weise werden die Selbstheilungskräfte aktiviert. Organische und systemische Ungleichgewichte können sich einspielen und im besten Falle zur Heilung führen.

Praxis für Naturheilkunde Beate Berger Naturheilkunde Massage